Coming out

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Blog über Gott und die Welt

 H allo, ich bin Katha­rina und ich bin gläu­big.
Ich glaube an Gott! Von den Fußspit­zen bis zur Haar­wur­zel. Voller Über­zeu­gung und in aller Konse­quenz. 

Wie erleich­ternd es ist, das endlich laut auszu­spre­chen!

Gewusst habe ich es ja irgend­wie schon immer, aber es hat ziem­lich lange gedau­ert, bis ich es mir einge­stan­den habe. Ich habe mich lange vor mir selbst versteckt; aus Angst davor, entdeckt und ausge­lacht zu werden. Es war mir rich­tig pein­lich, denn wer an Gott glaubt, der kann ja nur ein naiver welt­frem­der und weich­ge­spül­ter Säus­ler sein. Ich habe so getan, als wäre ich ein funk­tio­nie­ren­des Zahn­rad im Getriebe der Welt und fände es ganz toll, wie hier alles läuft. Ich habe so getan, als hätte ich alles im Griff. Aber es hat nicht funk­tio­niert.

Ich habe mich verbo­gen und verstellt und damit eigent­lich nur eines erreicht: Dass ich nicht leben konnte, was ich wirk­lich bin.

blume_3 Damit ist jetzt Schluss! Ich oute mich. Jetzt, hier und heute!
Ich glaube an Gott!

Nicht an den Gott der Kirchen­struk­tu­ren oder daran, dass Bestel­lun­gen ans Univer­sums der Schlüs­sel zur Weis­heit sind (obwohl das mit der Park­platz­su­che meis­tens super funk­tio­niert). Ich glaube auch nicht lari­fari daran, dass es da bestimmt irgendwo irgend­et­was gibt, eine Ener­gie oder Verbin­dung oder so …

Das Leben ist ein buntes Wunder, das Du erle­ben soll­test …

Photo­gra­phed and compo­sed by BERRENMARKE

blume_3 Ich glaube an Gott! Ganz konkret.

Ohne Umwege. Und in einer so ursprüng­li­chen und ewigen Form, dass sie weit über den zeit­li­chen Hori­zont aller mensch­li­chen Konzepte hinaus wächst. Ich glaube daran, dass Gott so groß ist, dass ihn der Verstand niemals grei­fen kann und so klein, dass er in jedes Herz passt. Den einzi­gen Ort, an dem wir eine Chance haben, ihm wirk­lich zu begeg­nen.

Ich glaube fest daran, dass er unend­lich viele Namen hat und dass er sich schon oft als pure Liebe auf der Welt inkar­niert hat. Er war und ist immer wieder unter uns. Sicht­bar oder unsicht­bar. Als Jesus, Buddha, Adonai, Allah, Krishna, Sai Baba, Rama oder unter welchen Namen auch immer ihm die Menschen geben. Als stil­ler Weiser, als große Liebende, als jemand, den keiner kennt oder als Welten­leh­rer, dem Tausende folgen.

Ich glaube daran, dass er in Millio­nen und Aber­mil­lio­nen Formen für uns sicht­bar ist. Mal deut­li­cher und mal weni­ger deut­lich. Und dass eine Form davon der Mensch ist.

Ich glaube daran, dass man mit ihm spre­chen kann, dass er Alles weiß und Alles lenkt und dass er uns liebt. Jeden von uns. In einem Ausmaß, das über jede Vorstel­lung hinaus geht. Ich glaube an seine Güte und Gnade und daran, dass wir ohne seine Hilfe nicht einmal einen winzi­gen Kiesel­stein aufhe­ben könn­ten.

Ich glaube an das Wunder des Lebens und daran, dass das Leben viele Wunder für uns bereit hält. Ich habe selbst immer wieder Wunder erlebt. Wenn ich genau hinschaue, dann sogar täglich.

Ich glaube daran, dass Gott uns wie eine liebende Mutter beschützt und wie ein wach­sa­mer Vater lenkt und leitet. Und ich glaube daran — nein ich weiß -, dass Alles, was er von uns will, ist, dass wir ihm voll­kom­men vertrauen.

Das klingt so leicht. Aber für mich ist es die größ­ter Heraus­for­de­rung meines Lebens: Gott-vertrauen. Ich habe mich dazu entschlos­sen, es so gut es eben geht zu tun. Denn ich höre auf ihn durch die Stimme meines Herzens. Und je besser mit das gelingt, desto größer wird das Vertrauen in Gott und die Welt.

Ich heiße Katha­rina und ich glaube an Gott.

blume_3 Ich glaube an den Gott der Liebe

Das Leben ist ein buntes Wunder, das Du erle­ben soll­test …

Photo­graph and compo­sed by BERRENMARKE

Mutprobe mit Sternen

Mutprobe mit Sternen

Mutprobe mit Sternen

Blog über Gott und die Welt
  M eine Toch­ter hat mir gestern beim ins Bett brin­gen in all ihrer liebe­vol­len Weis­heit erklärt:

Mama, weißt Du, die Menschen können nicht wirk­lich ändern, wie sie sind, sondern nur, was sie tun.“

Ich habe vor Freude aufge­jauchzt und sie drei­mal extra lang durch das Bett geknud­delt. Was bin ich glück­lich, Mutter von diesem Kind zu sein.

Meine Toch­ter kam auf diesen schlauen Gedanke, weil ich ihr gerade voller Begeis­te­rung von meinem Horo­skop erzählt hatte.

Das erste rich­tige Horo­skop meines Lebens. Noch dazu ein Vedi­sches. Bis jetzt habe ich um jedes horo­sko­pi­sche Ange­bot einen großen Bogen gemacht. Was, wenn da etwas drin steht, dass mir gar nicht gefällt? Dass jeman­dem, den ich liebe etwas passiert, dass ich wieder so krank werde oder morgen tot bin? Was, wenn Donald Trump Präsi­dent wird? Oder eine Riesen­schne­cke unse­ren Garten und dann noch unser Haus frisst? Und außer­dem ist das sowieso alles Humbug und nur etwas für Leute, die keine Entschei­dun­gen tref­fen können.

Das Jetzt bestimmt in jedem Moment die Zukunft.
Compo­sed by BERRENMARKE
Ich kann nur sagen, es war rich­tig, einen großen zeit­li­chen Bogen darum zu machen. Denn das, was mein Horo­skop mir offen­barte, hätte mir nicht gefal­len. Zumin­dest in den letz­ten 25 Jahren. Ich wäre damit auch noch vor fünf Jahren voll­kom­men über­for­dert gewe­sen.

Aber jetzt war der rich­tige Zeit­punkt, es zu erfah­ren. Jetzt liegt das, was bei meiner Geburt noch alles vor mir lag, größ­ten Teils hinter mir.

 

blume_3 Halle­lu­uja!!!  
Gott sei Dank! Ich habe es geschafft. Natür­lich nicht Alles, aber ich weiß jetzt, dass ich auf dem rich­ti­gen Weg bin

Alles war in meinen Ster­nen abge­bil­det. Mein Vater, der mich dadurch, dass er meinen Willen mit allen Mitteln brechen wollte, so schmerz­voll an meine Wurzeln brachte, dass nur noch ein Gedanke retten konnte:

blume_3 Das tiefe Wissen, dass jeder zu über­win­dende Schmerz ein Schritt zu weite­rem Wachs­tum ist. 
Meine Mutter, die sich selbst und damit auch mich niemals lieben konnte; die exis­ten­zi­el­len gesund­heit­li­chen und emotio­na­len Kata­stro­phen und der gött­li­che Schutz, der alles immer wieder zum Guten wendete. Die starke, alles über­win­dende liebe­volle Part­ner­schaft mit meinem Mann und unse­ren gemein­sa­men Weg zu unse­rem gött­li­chen Lehrer. Und das spezi­ell für mich geschnürte Bündel an Fähig­kei­ten, die mir dabei helfen sollen, alles was auf mich zukom­men sollte, zu bewäl­ti­gen.

Heute kurz vor meinem 48. Geburts­tag bin ich dort, wo ich schon immer hin wollte: Auf einer immer gera­der und sicht­ba­rer werden­den Straße zu meinem inne­ren Lebens­ziel.

blume_3 Auf dem Weg zu dem ewig blühen­den, sich aus bedin­gungs­lo­ser Liebe nähren­den Garten, den jeder Mensch in seinem Herzen trägt.

Das Geburts­ho­ro­skop hat meine ganze bishe­rige Lebens­ge­schichte auf zwei DIN A4 Blät­tern sicht­bar gemacht. Es war alles schon ange­legt. Dass das bei jedem so ist, davon bin ich mitt­ler­weile über­zeugt. Es heißt aber keines­falls, dass man seinem vorge­schrie­be­nen Schick­sal hilf­los ausge­lie­fert ist. Ich denke, es ist genau so, wie meine Toch­ter es gesagt hat: Ich habe in meinem Leben keinen Einfluss auf meine Grund­ei­gen­schaf­ten und die mitge­brachte Lebens­auf­gabe. Aber wie ich die Lebens­auf­gabe löse und wie viele Umwege ich dabei gehe, das liegt an mir.

Ich bin jeden­falls immer noch voll­kom­men baff und selig und kann Dir nur raten: Wenn Du das Gefühl habt, dass es Dir weiter helfen könnte, suche Dir jeman­den, der sich mit der Mate­rie wirk­lich auskennt und schau Dir Dein Leben an.

blume_3 Es lohnt sich!
Willst Du mich etwa projizieren?

Willst Du mich etwa projizieren?

Willst Du mich etwa projizieren?

Blog über Gott und die Welt

K ennt ihr das auch? Vor allem in spiri­tu­el­len Krei­sen haben die Worte Projek­tion und Reso­nanz einen ganz hohen Stel­len­wert. Sie werden von manchen spiri­tu­el­len Aspi­ran­ten infla­tio­när benutzt und dienen gerne mal dazu, eigene unbe­queme Wahr­hei­ten auf andere abzu­wäl­zen.

Mir jeden­falls geben diese Begriffe seit jeher große Rätsel auf.

Ange­nom­men, es verletzt Dich jemand mit einer der gefähr­lichs­ten Waffen der Welt. Seiner spit­zen Zunge. Er oder sie feuert ein Arse­nal an zerschmet­tern­den Worten auf Dich ab oder setzt einen viel­leicht noch wirk­sa­me­ren geziel­ten Tref­fer mitten in Dein Herz. Du reagierst darauf und  feuerst etwas ebenso Verlet­zen­des zurück. Darauf­hin fragt Dich Dein Gegen­über mit ernst­haf­tem Erstau­nen:

Wieso regst Du Dich so auf? Ich habe gar nichts Böses gesagt und war auch nicht verlet­zend. Das bildest Du dir nur ein.

blume_3 Vorsicht, Spirif­alle!

Sturm im Wasser­glas

Photo­gra­phed and compo­sed by BERRENMARKE

Sturm im Wasser­glas

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Du bist aber nicht auf den Mund gefal­len und sagst: „Nein, ich proji­ziere nicht. Meine Antwort ist nur eine Reso­nanz auf Dein verlet­zen­des Verhal­ten. Du hast doch ange­fan­gen.“

Im Schlimms­ten Fall schau­kelt sich das Ganze dann immer weiter hoch. Und schon haben wir ein lähmen­des Schach­matt der Könige spiri­tu­el­ler Wort­keu­len.

Projek­tion und Reso­nanz stehen sich in diesen tragi­schen Fall mit glühen­den Augen gegen­über und haben sich nichts mehr zu sagen.

Die andere ungute Vari­ante ist, dass einer der Beiden von dem verba­len Angriff so schwer getrof­fen wurde, dass er verletzt und an sich zwei­felnd inner­lich zu Boden geht.

Beide Vari­an­ten sind furcht­bar trau­rig. So wich­tige und wahr­haf­tige Begriffe werden tagtäg­lich in absur­der Weise miss­braucht und mit Füßen getre­ten. Wenn ich es könnte, würde ich sie aus dem allge­mei­nen spiri­tu­el­len Wort­schatz strei­chen lassen, sie in eine goldene Truhe legen und nur heraus­ho­len, wenn sie wirk­lich als das erkannt werden, was sie sind:

blume_3 Projek­tion und Reso­nanz sind wert­volle Werk­zeuge, um zu verste­hen, was zwischen uns, der sicht­ba­ren Welt und der unsicht­bar form­bil­den­den Kraft tagtäg­lich geschieht.

Manch­mal kann ich es für einen winzi­gen Moment sogar begrei­fen. Dann verstehe ich, dass alles was mir im Leben begeg­net, tatsäch­li­che eine Projek­tion meines Seelen­le­bens auf die Bühne der Welt ist; und dass eine Wort­keule, die mich persön­lich beson­ders trifft, für einen ande­ren nicht mehr als ein nervi­ges klei­ner Stup­ser­chen sein kann.

Zum Beispiel bin ich ein echter Kontroll­seis­mo­graph. Ich wuchs mit einem Vater auf, der jedes Wort, das ich von mir gab, kontrol­lierte und korri­gierte. Keiner meiner Sätze entging seiner Beur­tei­lung. Oder er stellte sich mit einer Stopp­uhr hinter mich, um laut die Sekun­den abzu­zäh­len, die mir noch blie­ben, bis ich im Bett sein musste.

Wenn mich also irgend­je­mand versucht zu kontrol­lie­ren, gera­ten alle meine Systeme in Alarm­be­reit­schaft.

Andere hinge­gen juckt dieselbe Situa­tion viel­leicht nur wenig. Sie können es einfach abglei­ten lassen. Bis ich gelernt habe, einzu­schät­zen, wann meine eige­nen Reak­ti­ons­mus­ter ange­bracht sind und wann nicht, sind Jahr­zehnte vergan­gen. Davor hatte ich manch­mal die aggres­sive Reak­ti­ons­va­ri­ante gewählt, meis­tens aber  die des verletz­ten Rück­zugs. Ich saß also in meinem inne­ren Gefäng­nis und grübelte darüber nach, was ich schon wieder falsch gemacht hatte.

Und jetzt? Was tue ich jetzt? Ich versu­che mit mehr oder weni­ger großem Erfolg eine dritte Vari­ante auszu­pro­bie­ren: Nämlich die, „Aua“ zu sagen, wenn einem jemand auf den Fuß tritt, aber nicht zurück zu treten.

Die ganz edle Vari­ante, die Jesus ange­wandt hat, indem er von dem Schlag ins Gesicht voll­kom­men unbe­rührt blieb und auch noch die andere Wange hinhielt, um sein Gegen­über von seiner Wut und seinem Schmerz zu befreien, die ist mir momen­tan noch viel zu hoch. Aber man sollte sich ja Ziele setzen. Je höher, desto besser. Ich übe weiter …

blume_3 Viel Erfolg damit. Euch und mir!

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